Luxemburg

07.05.2024

Eingebettet zwischen Belgien, Frankreich und Deutschland liegt ein kleines Grossherzogtum.
Viel weiss man nicht über das Ländle und wenn man mal etwas hört, dann nur Positives.

Luxemburg wurde im 10. Jahrhundert als Burg zum Schutz des umliegenden Landes errichtet.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus der Burg eine Stadt und ein unabhängiges Herzogtum.
Im 15. Jahrhundert kam Luxemburg unter die Herrschaft der Habsburger und erlebte eine politische und kulturelle Blütezeit.
Im 17. Jahrhundert wurde Luxemburg Teil der Spanischen Niederlande, was eine Periode wirtschaftlichen Wohlstands und kultureller Entwicklung mit sich brachte.
Im 18. Jahrhundert kam Luxemburg unter österreichische Herrschaft, bevor es in den Koalitionskriegen von Frankreich erobert wurde.
Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde Luxemburg ein unabhängiges Grossherzogtum im Rahmen des Deutschen Bundes, wenn auch in Personalunion mit den Niederlanden unter dem Haus Oranien-Nassau.
Luxemburg erklärte 1867 seine Neutralität. Während der Belgischen Revolution Ende der 1830er Jahre wurde das Grossherzogtum von belgischen Revolutionären bedroht, was zum Eingreifen preussischer Truppen führte.Im Zweiten Weltkrieg wurde Luxemburg von Nazi-Deutschland besetzt. Es gab Widerstandsbewegungen und viele Luxemburger kämpften auf Seiten der Alliierten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Luxemburg Gründungsmitglied der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, der Vorläuferin der Europäischen Union. Heute ist Luxemburg ein wichtiges Finanz- und Verwaltungszentrum in Europa.

Von Belgien kommend durchquere ich ein überwiegend ländliches Gebiet, das im Norden von den dichten Wäldern der Ardennen und Naturparks geprägt ist. Bereits in Belgien, nahe der Grenze, zeigt sich, dass das Tanken billiger wird. Im letzten belgischen Dorf vor Luxemburg reihen sich bekannte und unbekannte Tankstellen aneinander und unterbieten sich mit Preisen im Cent-Bereich. Der Weg nach Stad, wie die Luxemburger ihre Hauptstadt liebevoll nennen, ist nicht weit, aber voller Baustellen. Irgendwo habe ich gelesen, dass die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos sind, aber das Parken kostet. Ich parke etwas ausserhalb und mache mich zu Fuss auf den Weg zum Bahnhof, der in jeder fremden Stadt Mittelpunkt und Ausgangspunkt für Entdeckungen ist. So auch in Luxemburg. Von hier aus führen zwei breite Strassen in die Schlucht, die über Brücken mit der gegenüberliegenden Altstadt verbunden ist.
Die Altstadt Luxemburgs ist ein lebendiges und faszinierendes Viertel, das den Besucher mit seiner Schönheit, seiner Geschichte und seinem Charme verzaubert. Die Altstadt Luxemburgs ist von beeindruckenden Befestigungsanlagen umgeben, darunter Bastionen, Kasematten und Wälle. Diese wurden im Laufe der Jahrhunderte erbaut und erweitert, um die Stadt vor Angriffen zu schützen. Die Altstadt von Luxemburg besteht aus malerischen Gassen und Plätzen mit historischen Gebäuden, Kirchen, Geschäften und Restaurants. Sie ist ein beliebtes Ziel für Touristen und Einheimische, um die Atmosphäre zu geniessen und die Geschichte zu erkunden. Die Luxemburger Burg, auch Gëlle Fra, Goldene Frau, genannt, ist eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der Altstadt.
Sie wurde im 10. Jahrhundert erbaut und war einst eine mächtige Festung, die die Stadt beherrschte. Die Kathedrale Notre-Dame ist ein prächtiges gotisches Bauwerk aus dem 17. Jahrhundert, das einen Besuch wert ist. Sie beherbergt die königlichen Gräber und ist ein wichtiges religiöses und kulturelles Zentrum.

Von der Altstadt aus fällt der Blick immer wieder auf das malerische Viertel im Tal der Alzette. Hier findet man charmante Cafés und Restaurants, und ein Spaziergang entlang des Flusses bringt Ruhe und Entspannung.

Das Leben in Luxemburg ist teuer, vergleichbar mit der Schweiz, ebenso die Sauberkeit und der Lebensstandard. Mein langer Weg nach Süden lässt mir nicht mehr viel Zeit und so suche ich die Autobahn Richtung Metz.